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Aktion zu Abdolfattah Soltani


Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Aktionen und "Urgent Actions". "Urgent Actions" (Eilaktionen) sind die denkbar schnellste Form, akut bedrohten Menschen zu helfen. Wenn Amnesty von willkürlichen Festnahmen, Morddrohungen, "Verschwindenlassen", Folterungen oder bevorstehenden Hinrichtungen erfährt, startet die Organisation eine Urgent Action. Es gibt außerdem auch längerfristige Aktionen, an denen Sie sich beteiligen können. Diese betreffen Fälle, in denen die Betreffenden beispielsweise für lange Zeit inhaftiert sind, und leider in absehbarer Zeit nicht mit ihrer Freilassung gerechnet werden kann.

Sie können sich ganz einfach an diesen Aktionen beteiligen: Sie brauchen nur einen Brief zu schreiben. Zu Ihrer Arbeitserleichterung stellen wir Ihnen auf dieser Seite Hintergrundinformationen und Briefentwürfe zur Verfügung. Den Entwurf brauchen Sie dann nur noch mit Ihrem Briefkopf auszudrucken, zu unterschreiben und abzusenden!

BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - ABDOLFATTAH SOLTANI – IRAN - RECHTSANWALT FÜR MENSCHENRECHTE ZU 13 JAHREN HAFT VERURTEILT'

Abdolfattah Soltani ist ein international bekannter und anerkannter Rechtsanwalt, der viele Opfer von Menschenrechtsverletzungen im Iran verteidigt hat und dadurch selbst zum Ziel politischer Verfolgung wurde. Bereits in den Jahren 2009, 2012, 2014 und 2016 hatten wir Aktion für den inhaftierten Rechtsanwalt auf den Weg gebracht. 2009 ging es um seine Festnahme nach den damaligen Massenprotesten im Iran, 2012, 2014 und 2016 um die Inhaftierung und Verurteilung, sowie um die Haftbedingungen, um es auch jetzt geht. Er ist Mitbegründer des inzwischen verbotenen Zentrums für Menschenrechtsverteidiger (CHRD), zusammen mit Friedens­nobelpreisträgerin Shirin Ebadi, und wurde im Jahre 2012 unter fadenscheinigen Begründungen zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt sowie zu einem Berufsverbot von ursprünglich 20 Jahren, nun reduziert auf 2 Jahre. Gründe, wegen derer er verurteilt wurde, war unter anderem die „Gründung einer illegalen Oppositionspartei“ sowie die Entgegennahme eines „illegalen Preises und illegaler Ehrungen“, womit der inter­nationale Menschenrechtspreis gemeint war, der ihm in Nürnberg verliehen wurde. Seine Frau, die damals den Preis für ihn entgegennahm, wurde deshalb ebenfalls zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Bei dieser Aktion nun handelt es sich um eine Aktion „Briefe gegen das Vergessen“, in der es wie bereits im letzten Jahr hauptsächlich um den schlechten Gesundheitszustand des Herrn Soltani geht, und darum, dass ihm im Gefängnis trotz Herzkrankheit mit der Gefahr eines Herzanfalls die medizinische Versorgung verweigert wird.
Abdolfattah Soltani ist unter anderem herzkrank, und durch die schlechten Haftbedingungen sowie die Verweigerung medizinischer Versorgung besteht nach Aussage der Ärzte die Gefahr eines Herzanfalls. Genauere Einzelheiten können Sie der Fallschilderung entnehmen sowie dem Inhalt des Briefentwurfs. Wir fordern zunächst seine sofortige Freilassung als gewaltloser politischer Gefangener, auch angesichts der Tatsache, dass er von der 13-jährigen Freiheitsstrafe nach dem reformierten Strafgesetzbuch von 2013 die längste Einzelstrafe von 10 Jahren wird verbüßen müssen. Außerdem fordern wir insbesondere auch eine angemessene medizinische Versorgung außerhalb des Gefängnisses.

Hier ist ein Link zu der neuesten Aktion der Briefe gegen das Vergessen für den Menschenrechtsanwalt Abdolfattah Soltani:

https://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2016/9/iran-abdolfattah-soltani?destination=node%2F2079%3Fpage%3D2


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Attach:BriefentwurfJustizbehörden.ext Δ | Briefentwurf an die Justizbehörden

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